{"id":11441,"date":"2009-11-11T00:00:00","date_gmt":"2009-11-10T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/p577717.mittwaldserver.info\/?p=11441"},"modified":"2022-09-02T08:34:01","modified_gmt":"2022-09-02T07:34:01","slug":"aloha-from-kona-ironman-wm-hawaii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/psv-vorarlberg.at\/?p=11441","title":{"rendered":"Aloha from Kona, Ironman-WM Hawaii"},"content":{"rendered":"<p>Schon beim Aussteigen am Flughafen von Kailua Kona auf <STRONG>Hawaii <\/STRONG>schlug <STRONG>Matthias Buxhofer <\/STRONG>die tropische Hitze entgegen. Schnell war klar, dass hier <STRONG>kein Spaziergang <\/STRONG>auf ihn warten w\u00fcrde.<\/p>\n<p><FONT size=2><BR><br \/>\n<HR><br \/>\n<IMG hspace=5 src=\"wp-content\/uploads\/2021\/02\/2009_11_11_hawaii_04.jpg\" align=right border=0>Nach \u00fcber 19 Stunden Flugzeit mit Zwischenstopps in London und LA, kam&nbsp;<STRONG>Matthias Buxhofer&nbsp;<\/STRONG>in Kailua Kona auf Big Island an. Die Mission <STRONG>Ironman-WM 2009<\/STRONG> konnte beginnen.&nbsp;<\/FONT><SPAN style=\"FONT-SIZE: 10pt; FONT-FAMILY: Arial\"><FONT face=Verdana>Sieben Tage hatte Matthias Zeit, sich an das Klima und an die 12h Zeitumstellung zu gew\u00f6hnen. Jeden Morgen ging es mit rund 500 anderen Athleten &#8211; unter anderem auch mit Freund und Clubkollege&nbsp;<STRONG>Klaus Marquardt<\/STRONG>, der sich ebenfalls qualifiziert hatte &#8211; an den kleinen Strand von Kailua Kona, von wo aus das Schwimmtraining im offenen Meer gestartet wurde.<BR><BR>Da Vorarlberg bekannter Weise an kein Meer grenzt, nahm Matthias jede M\u00f6glichkeit wahr um Erfahrungen mit dem f\u00fcr ihn neuen, salzigen Element &#8220;Meer&#8221; zu sammeln. In den Tagen vor dem Wettkampf inspizierte er auch die 180 km lange Radstrecke sowie die 42km lange Laufstrecke &#8211; in kleinen Teilen, versteht sich. Dabei \u00fcberraschte ihn neben dem h\u00fcgligen Terrain auf der Radstrecke speziell die 10%ige Steigung der Palani Road, bei km 12 des abschlie\u00dfenden Marathons.<BR><BR>Am Freitag vor dem Wettkampf&nbsp;stand der CheckIn&nbsp;von Rad und&nbsp;Bekleidung in der Wechselzone an.&nbsp;Rund 4000 freiwillige Helfer sorgten daf\u00fcr, dass der CheckIn der ca 1800 Teilnehmer wie am Schn\u00fcrchen lief.<BR><BR>Die Spannung unter den Teilnehmern nahm nun von Stunde zu Stunde stetig zu. Auch Matthias war schon ziemlich nerv\u00f6s.&nbsp;Die Nudelparty war&nbsp;dann auch&nbsp;von kurzer Dauer, denn schlie\u00dflich hie\u00df es f\u00fcr die Athleten am n\u00e4chsten Tag um 04.00 Uhr aus den Federn. Am Wettkampfmorgen ging es um 05.30 Uhr nach einem kleinen Imbiss in Richtung Start. Ein letzter Material-Check. Alles startklar!<BR><BR>Nach 9:23 h finishte Matthias bei seinem Hawaii-Deb\u00fct und war \u00fcberw\u00e4ltigt von der Athmosph\u00e4re im Ziel und von&nbsp;der Begr\u00fc\u00dfung durch den Zielsprecher, der &#8220;You are an Ironman!&#8221; ins Mikrofon schrie! Matthias landete auf Rang 77 der Gesamtwertung. In seiner AK erreichte er bei der Ironman-WM den 10. Platz, war der schnellste Vorarlberger und 4. von 48 gestarteten \u00d6sterreichern.<BR><BR><STRONG>Ab hier der Wettkampfbericht von Matthias Buxhofer:<\/STRONG><BR><EM>Punkt 07.00 Uhr fiel der Startschuss f\u00fcr das 3,8 km lange Schwimmen. Die &#8220;Waschmaschine&#8221; <\/EM>(so nennt man bezeichnenderweise den Massenstart beim Ironman)<EM> war nun voll in Betrieb. Es sch\u00e4umte,&#8230;<SPAN style=\"mso-spacerun: yes\">&nbsp; <\/SPAN>Am Start war eine unglaubliche Hektik unter den Teilnehmern. Nach wenigen Metern sah ich zuf\u00e4llig auf mein linkes Handgelenk und konnte erkennen, wie sich meine Pulsuhr langsam davon entfernte,&#8230; einer der anderen Schwimmer hatte mir diese im Wettkampffieber vom Handgelenk gerissen.<BR><BR><br \/>\n<TABLE cellSpacing=0 cellPadding=0 width=\"100%\" border=0><br \/>\n<TBODY><br \/>\n<TR><br \/>\n<TD><br \/>\n<P align=center><IMG src=\"http:\/\/www.psv-vorarlberg.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/2009_11_11_hawaii_01.jpg\" border=0><\/P><\/TD><\/TR><br \/>\n<TR><br \/>\n<TD><FONT size=1>Die Bezeichnung&nbsp;Waschmaschine f\u00fcr den Schwimmstart erkl\u00e4rt sich angesichts solcher Bilder von selbst&#8230;<\/FONT><\/TD><\/TR><\/TBODY><\/TABLE><BR>Schnell fasste ich sie und steckte sie in meinen Speedsuite. Das Tragen eines Neopren ist in Hawaii, aufgrund der Wassertemperatur von ca 28 Grad, ja verboten. Auf den n\u00e4chsten Kilometern im Wasser bekam ich ordentlich &#8220;Pr\u00fcgel&#8221;. Das Feld lichtete sich nur langsam, denn die Leistungsdichte war unglaublich hoch. Nach 1 Stunde 7 Minuten konnte ich, als ca 800 Teilnehmer, dem Pazifik entsteigen. Meine schw\u00e4chste Disziplin war nun beendet und der Ironman konnte richtig beginnen!!<BR><BR><STRONG><\/EM>Wechsel auf&#8217;s Rad mit Hindernissen:<\/STRONG><BR><EM>Nachdem blitzschnell Wechsel spurtete ich&nbsp;zu meinem&nbsp;Rad. Leider riss mir beim Aufsetzen des Helmes der Kinnriemen an einer Seite, sodass der Helm etwas schr\u00e4g hing, aber dennoch hielt. Auf den ersten Kilometern der Radstrecke f\u00fchlte ich mich sehr gut und konnte viele Teilnehmer ein- bzw. \u00fcberholen. Am Wendepunkt in Hawi, hatte ich mich auf Platz 80 der 1800 Teilnehmer vorgek\u00e4mpft. Bis zu diesem Zeitpunkt war vom gef\u00fcrchteten und ber\u00fcchtigten Wind nichts zu sp\u00fcren. Kein Wunder, denn der blies bei der Jagd durch die Lavaw\u00fcste in der ersten H\u00e4lfte immer von hinten.<BR><BR><br \/>\n<TABLE cellSpacing=0 cellPadding=0 width=\"100%\" border=0><br \/>\n<TBODY><br \/>\n<TR><br \/>\n<TD><br \/>\n<P align=center><IMG src=\"http:\/\/www.psv-vorarlberg.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/2009_11_11_hawaii_02.jpg\" border=0><\/P><\/TD><\/TR><br \/>\n<TR><br \/>\n<TD><FONT size=1>Die Radfahrer wie an einer Perlenschnur aufgef\u00e4delt &#8211; Mindestabstand zum Vordermann:&nbsp;7 Meter<\/FONT><\/TD><\/TR><\/TBODY><\/TABLE><BR>Nach ca 120 km war dann &#8220;Schluss mit lustig&#8221;. Der Wind nahm stetig zu und kam nun sehr stark von vorn. Ich bekam erste Kr\u00e4mpfe an der Hinterseite beider Oberschenkel. Bei den Verpflegungszonen auf der Radstrecke gab es auch nicht das, was man eine wettkampfgerechte Ern\u00e4hrung nennen kann. Man hatte die Wahl zwischen Wasser, Cola und Gatorade. Die Amerikaner sind der Meinung, dass &#8220;Gatorade&#8221; ein isotonisches Getr\u00e4nk ist. Diese Meinung kann ich &#8211; wie viele meiner Mitstreiter &#8211; nicht teilen. Es handelt sich dabei bestenfalls um eine schlechtere Limo. Dies war wahrscheinlich auch einer der Ausl\u00f6ser f\u00fcr meine Kr\u00e4mpfe.<SPAN style=\"mso-spacerun: yes\">&nbsp; <\/SPAN>Daraufhin nahm ich jede Menge Salz zu mir. Ca 40 km sp\u00e4ter ging es mir wieder besser.<BR><BR>Leider hatte ich in der Zwischenzeit eine 4-min\u00fctige Zeitstrafe wegen &#8220;Drafting (Windschatten fahren)&#8221; eingefahren. Als ich mich mit meinen Kr\u00e4mpfen kurz im Windschatten des Vordermanns ausruhen wollte, war der vorgeschriebene Abstand von 7 Metern wohl etwas zu klein. <BR><BR><STRONG><\/EM>Der Marathon als letzte Disziplin:<\/STRONG><EM><BR>Nach ziemlich genau 6 Stunden konnte ich endlich mein Rad gegen die Laufschuhe eintauschen. Auf den ersten Kilometern des Marathons lief es extrem gut. Ich konnte sofort meinen eigenen Rhythmus finden. Wie schnell ich unterwegs war, konnte ich jedoch nicht wirklich einsch\u00e4tzen, denn meine Uhr hatte sich ja schon beim Schwimmen verabschiedet und lag nun in der Wechselzone. Ich k\u00e4mpfte mich von Meile zu Meile. Am H\u00e4rtesten war es sicher am Wendepunkt im Natural Energy Lab, nach ca. 26 Kilometern. Dort wurden Temperaturen bis zu 40 Grad gemessen.<BR><BR><br \/>\n<TABLE cellSpacing=0 cellPadding=0 width=\"100%\" border=0><br \/>\n<TBODY><br \/>\n<TR><br \/>\n<TD><br \/>\n<P align=center><IMG src=\"wp-content\/uploads\/2021\/02\/2009_11_11_hawaii_03.jpg\" border=0><\/P><\/TD><\/TR><br \/>\n<TR><br \/>\n<TD><FONT size=1>Die enorme Hitze von bis zu 40\u00b0 setzte den Teilnehmern auf der Laufstrecke zu.<\/FONT><\/TD><\/TR><\/TBODY><\/TABLE><BR>Zum Gl\u00fcck gab es bei den Verpflegungsstellen ausreichend Eis, so konnte ich jeweils meine Kappe und meine R\u00fcckentaschen mit Eis anf\u00fcllen, was eine deutliche K\u00fchlung brachte. Auf dem R\u00fcckweg in Richtung Ziel merkte ich dann, dass es richtig gut lief und ich konnte nochmals alles geben. Nach 9 Stunden 23 Minuten kam ich dann am Alii Drive ins Ziel. Es war ein unglaubliches Gef\u00fchl den h\u00e4rtesten Ironman der Welt bezwungen zu haben. Der Empfang f\u00fcr die Finisher war wirklich sensationell. Nach der endlosen Weite der Lavaw\u00fcste, war es einfach nur toll, von den tausenden Zuschauern im Zielraum empfangen zu werden. Diese feierten jeden Teilnehmer als Sieger und der Zielsprecher schrie ins Mikrofon &#8220;You are an Ironman!&#8221;.<BR><BR><STRONG>Bilanz von Matthias:<\/STRONG><BR>Hawaii ist f\u00fcr mich richtig gut gelaufen. Ich konnte meine ganzes Leistungsverm\u00f6gen abrufen. Sicher ist man im&nbsp;hinterher immer reicher an Erfahrungen und&nbsp;k\u00f6nnte&nbsp;manche Dinge noch verbessern. Doch<SPAN style=\"mso-spacerun: yes\">&nbsp; <\/SPAN>ich muss sagen, dass es f\u00fcr mich sehr gut gelaufen ist und zeitm\u00e4\u00dfig dieses Mal nicht mehr m\u00f6glich war. <BR><BR>Als Urlaubsdestination kann ich den 50 US-Bundesstaat \u00fcbrigens nur empfehlen. Die Landschaft ist wirklich unglaublich. Zwei Klimazonen innerhalb von 10 Kilometer, glasklares Wasser, Bilderbuchstr\u00e4nde und \u00fcber 4000 Meter hohe Vulkane. Das Alles auf einer so kleinen Insel! Es ist wirklich eine Reise wert.<BR><BR>Aloha! Buxi<\/EM><BR><br \/>\n<HR><br \/>\n<FONT color=#003366><STRONG>\u00bb<\/STRONG> <\/FONT><a href=\"http:\/\/ironman.com\/events\/ironman\/worldchampionship\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><STRONG><FONT color=#021f59 size=2>Homepage Ironman Hawaii<\/FONT><\/STRONG><\/A><BR><FONT color=#003366><STRONG>\u00bb<\/STRONG><\/FONT><FONT color=#000000> <\/FONT><FONT color=#021f59 size=2><A href=\"http:\/\/www.psv-vorarlberg.at\/artikeldetails.asp?ContentID=548\"><STRONG>PSVV-Live-Ticker vom Wettkampftag zum Nachlesen<\/STRONG><\/A><\/FONT><BR><FONT color=#003366><STRONG>\u00bb<\/STRONG><\/FONT> <FONT color=#021f59 size=2><A href=\"http:\/\/www.psv-vorarlberg.at\/artikeldetails.asp?ContentID=521\"><STRONG>Bericht zur Qualifikation beim Ironman Frankfurt<\/STRONG><\/A><BR><FONT color=#003366><STRONG>\u00bb<\/STRONG><\/FONT><FONT color=#000000> <\/FONT><FONT color=#021f59 size=2><A href=\"http:\/\/www.psv-vorarlberg.at\/se_leichtathletik.asp\"><STRONG>zur Sektion Leichtathletik<\/STRONG><\/A><\/FONT><\/FONT><BR><\/EM><\/FONT><\/SPAN><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon beim Aussteigen am Flughafen von Kailua Kona auf Hawaii schlug Matthias Buxhofer die tropische Hitze entgegen. 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