{"id":11502,"date":"2009-04-23T00:00:00","date_gmt":"2009-04-22T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/p577717.mittwaldserver.info\/?p=11502"},"modified":"2022-09-02T08:35:16","modified_gmt":"2022-09-02T07:35:16","slug":"markus-klocker-laeuft-wien-marathon-unter-3-stunden-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/psv-vorarlberg.at\/?p=11502","title":{"rendered":"Markus Klocker l\u00e4uft Wien-Marathon unter 3 Stunden"},"content":{"rendered":"<p>Beim <STRONG>26. Vienna-City-Marathon 2009<\/STRONG> hatte <STRONG>Markus Klocker <\/STRONG>ein&nbsp;ehrgeiziges Ziel: die <STRONG>3-Stunden-Schallmauer<\/STRONG> sollte fallen! Hier sein Wettkampfbericht:<\/p>\n<p><HR><br \/>\n<FONT size=2><STRONG>Kurzer Blick zur\u00fcck<BR><\/STRONG>Knapp 4 Jahre und 11.400 km&nbsp;nach meinem ersten Trainingslauf&nbsp;stand ich nun am Sonntag zum zweiten Mal beim Vienna-City-Marathon am Start und tr\u00e4umte davon, beim Zieleinlauf auf dem Heldenplatz die 2 vorne stehen zu sehen. Die Vorbereitung war gut verlaufen, der letzte Halbmarathon-Test verlief ebenfalls vielversprechend, nur die leichte Grippe 10 Tage vor dem Start w\u00e4re nicht notwendig gewesen. Die Verunsicherung hielt sich aber zu meiner \u00dcberraschung trotzdem in Grenzen.<BR><BR><STRONG>Der Start zum 26. Vienna-City-Marathon 2009<\/STRONG><BR>In meinem Startblock eingepfercht wie eine \u00d6lsardine wartete ich schon ganz ungeduldig auf den befreienden Startschuss.&nbsp;Doch dann ert\u00f6nte die&nbsp;\u00f6sterreichsiche Bundeshymne und ich wurde pl\u00f6tzlich nerv\u00f6s! Doch dann endlich &#8211; traditionell zu den Kl\u00e4ngen des Donauwalzers &#8211; erfolgte der Start und die Massen setzten sich Richtung Reichsbr\u00fccke in Bewegung.<BR><BR><br \/>\n<P><STRONG>Die ersten 21,1 km &#8211; Halbmarathon<\/STRONG><BR>Ich wollte es wirklich wissen und legte die ersten 5 km in 20:39 min zur\u00fcck &#8211; Pace 4:07 min\/km &#8211; viel zu schnell. Von der Prater Hauptallee ging es nun in die Innenstadt und dem Ring entlang. Die Strecke stieg leicht an aber meine Pace stimmte. 21:23 min f\u00fcr die zweiten 5 km &#8211; perfekt bis dahin! Die n\u00e4chste Station hie\u00df Schlo\u00df Sch\u00f6nbrunn, zugleich 1. Wechselzone der Staffell\u00e4ufer. Gewaltige Stimmung war angesagt, aber auch h\u00f6chste Konzentration, denn die Staffell\u00e4ufer kennen keine R\u00fccksicht, wenn sie ihre Abl\u00f6se entdeckt haben&#8230;<\/P><br \/>\n<P>Aber alles ging glatt, ich kam kollisionsfrei durch und n\u00e4herte mich dem h\u00f6chsten Punkt der Strecke: 21:21 min f\u00fcr km 10-15, weiter so! Jetzt hatte ich meinen Rhytmus gefunden. Ab km 18 dann endlich leichtes Gef\u00e4lle. Ich n\u00e4herte mich erstmals dem Heldenplatz (HM-Ziel) und sog die Stimmung so richtig in mich auf. Ich lag noch immer voll auf Kurs, die <STRONG>Halbmarathonzeit: 1:29:03 h<\/STRONG> &#8211; da wurde mir zum ersten mal mulmig in der Magengegend. Sollte es wirklich klappen?<BR><BR><STRONG>Der zweite, der entscheidende&nbsp;Halbmarathon<\/STRONG><BR>Die schwierigsten Kilometer lagen nat\u00fcrlich noch vor mir und so konzentrierte ich mich wieder auf meinen Laufstil und versuchte rund und locker zu bleiben. Die Kilometerzeiten lie\u00dfen mich jedoch weiter tr\u00e4umen. 4:01 | 4:08 | 4:07 | 4:09 | 4:08 macht 20:33 f\u00fcr die letzten f\u00fcnf km. Ich hatte 1,5 min Reserve &#8211; f\u00fcr 17 km.<BR><BR>Bei km 27 dann kam ich mir aber pl\u00f6tzlich vor wie eine Schnecke &#8211; warum? Die Spitzenl\u00e4ufer kamen mir gerade entgegen und hatten nur noch 3 km bis ins Ziel. Wie gern w\u00e4re ich abgebogen und ihnen nachgelaufen. Die steigenden Temperaturen begannen langsam Wirkung zu zeigen. Oder doch nicht? 21:18 als 5km-Zeit lie\u00dfen erst gar keine negativen Gedanken aufkommen. Ich lag nach wie vor voll auf Kurs.<BR><BR>Die n\u00e4chsten 5 km verliefen wieder auf der Prater Hauptallee &#8211; zun\u00e4chst kamen mir die schnelleren L\u00e4ufer entgegen, dann die Wende beim Lusthaus &#8211; und ich konnte meinen Verfolgern entgegenlaufen. Der Schatten der Allee tat wohl und ich spulte km f\u00fcr km in konstantem Tempo ab. Kilometer 35 war erreicht, die letzten 5 km in 21:19 absolviert, mein Zeitpolster blieb bei 1,5 Minuten! Genau der richtige Ansporn f\u00fcr den Weg zur\u00fcck Richtung Heldenplatz.<BR><BR><STRONG>Die letzten f\u00fcnf Kilometer<\/STRONG><BR>Von Meter zu Meter nahm nun die Stimmung zu: &#8220;Ja ich schaffs &#8211; da kann nichts mehr schiefgehen!&#8221;. Ich n\u00e4herte mich zum zweiten Mal dem Ring und konnte jetzt meinerseits die L\u00e4ufer im Gegenverkehr bei km 27 bemitleiden, w\u00e4hrend ich nur noch 3 km zu laufen hatte. Doch inzwischen war ich voll am Anschlag und k\u00e4mpfte um meine Pace, von Schritt zu Schritt wurde ich langsamer und Panik machte sich pl\u00f6tzlich breit. Den letzten 5km-Abschnitt legte ich in 22:09 zur\u00fcck. Mein Polster war pl\u00f6tzlich auf 40 Sekunden geschmolzen.<BR><BR><STRONG>Das Finale &#8211; es wird noch einmal Eng<\/STRONG><BR>Die letzten beiden leicht ansteigenden Kilometer kamen mir vor wie ein schwerer Alpenpa\u00df und setzten mir noch einmal so richtig zu. Doch der enge Zuschauerkorridor schaffte Alp d&#8217;Huez Feeling und die geile Stimmung lie\u00df es gar nicht zu, langsamer zu werden. Der letzte Kilometer wollte kein Ende nehmen, ich wagte es kaum, noch einmal einen Kontrollblick auf die Uhr zu werfen. Km 42: 2:58:39 &#8211; 200 Meter vor dem Ziel &#8211; unglaublich. Beim Einbiegen auf den Heldenplatz wu\u00dfte ich, mein Traum wird wahr. Kurz die Beckerfaust (zumindes angedeutet) und mit stolzgeschwellter Brust lief ich durch das Heldentor und \u00fcberquerte \u00fcbergl\u00fccklich die Ziellinie, <STRONG>2:59:29!!<\/STRONG> Was f\u00fcr eine geile Zeit!<\/P><br \/>\n<P>Und dann der sch\u00f6nste Moment: Wenn die ganze Anspannung von dir abf\u00e4llt, die Gl\u00fcckshormone verr\u00fcckt spielen und du deinen Emotionen freien Lauf lassen kannst. Die Tr\u00e4nen schossen mir in die Augen und ich f\u00fchlte mich auf dem Heldenplatz genau richtig! Der Rest war nur noch Genie\u00dfen, Jubeln und Feiern!<\/P><\/FONT><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim 26. Vienna-City-Marathon 2009 hatte Markus Klocker ein&nbsp;ehrgeiziges Ziel: die 3-Stunden-Schallmauer sollte fallen! 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