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Wettkampfbericht Matthias Buxhofer WM 2013

Bei der IRONMAN-WM 2013 auf Hawaii holte sich Matthias Buxhofer nach 2 x WM-Silber auf der Halbdistanz nun auch den Vize-Weltmeistertitel auf der Langdistanz!


Hier sein Bericht vom Wettkampf und der unmittelbaren Vorbereitung:



Nach meiner Qualifikation zur Weltmeisterschaft beim IRONMAN Austria in Klagenfurt wollte ich mich natürlich möglichst gut auf die WM vorbereiten. Zusammen mit meiner Frau Sabine haben wir dann in den Monaten August und September nochmals Vollgas im Training gegeben. Für mich verlief die Vorbereitung sehr gut und ohne irgendwelche Komplikationen.
Insgeheim hatte ich das Ziel in Hawaii unter die Top 5 in meiner Altersklasse zu kommen, um bei der Siegerehrung auf dem Podium zu stehen und ein der begehrten Trophäen in Empfang nehmen zu dürfen. Wie schwer das werden würde, wusste ich bereits von meiner ersten Teilnahme von 2009, als ich den 10. Platz erreicht hatte.

Am 3. Oktober 2013 ging es dann los mit der langen Reise nach Hawaii. Vor Ort galt es sich an die zwölfstündige Zeitverschiebung und an das tropische Klima anzupassen. Leider verlief es für meine Frau nicht ganz optimal, da sie nach einem Bootsausflug an einer Erkrankung des Innerohrs und damit verbundenen Schwindelgefühlen litt. Die Trainingseinheiten bis zum Start konnten wir dennoch absolvieren. Bis zum Start am 12. Oktober um 07.00 Uhr war dann jedoch zum Glück alles wieder im grünen Bereich und wir standen gemeinsam an der Startlinie. Auf diesen Moment hatte ich zusammen mit meiner Frau Sabine 4 Jahre lang hin trainiert, da es unser großes Ziel war gemeinsam bei der WM in Hawaii an den Start zu gehen.

Im Rennen verlief dann alles nach Plan. Nach den üblichen Auseinandersetzungen beim Schwimmen, kam ich nach 1 Stunde und 6 Minuten als ca. 800. Teilnehmer aus dem Pazifik. In meiner Paradedisziplin dem Radfahren gab ich dann gleich Vollgas. Platz um Platz konnte ich mich nach vorne arbeiten und kam als 46. Teilnehmer in die zweite Wechselzone. Für die 180 km benötigte ich 4 Stunden 35 Minuten, was etwas weniger als 40 km/h im Schnitt war. Trotz meiner guten Leistung beim Radfahren war ich immer noch von weiteren Gegnern in meiner Age Group umgeben. Da jedoch alle Age Group´s zusammen gestartet waren, war für mich nicht genau ersichtlich wer in meiner Altersklasse ist. Über meine genaue Platzierung im Rennen wusste ich nie genau Bescheid, ich ahnte jedoch das ich in den Top 5 in meiner Altersklasse liege.

Das Laufen ging ich es relativ locker an. Mein Training hatte ich auf eine Marathonzeit von 3 Stunden 10 Minuten ausgelegt. Auch wusste ich aus meiner ersten Teilnahme, dass es auf der Laufstrecke noch ganz schön heiß werden würde und eine ständige Kühlung des Körpers notwendig war. So griff ich mir bei jeder Labe alles was ich kriegen konnte: Wasser, Eis, Cola, Gel, Schwämme etc. Viele die mich auf den ersten 10 km überholt hatten, traf ich dann nach km 30 wieder. Im legendären Energy Lab, dem heißesten Punkt der Strecke (ca. 40° Grad) hatte ich kurzzeitig ein Tief. Als mich dann jedoch zwei Konkurrenten einholten, konnte ich mit diesen gemeinsam wieder Tempo aufnehmen.

Zu diesem Zeitpunkt rechnete ich auch zum ersten Mal die mögliche Endzeit aus. Dabei habe ich bemerkt, dass sich eine Zeit unter 9 Stunden ausgehen könnte. Ich habe dann nochmals alle Reserven mobilisiert und bis zur Ziellinie alles gegeben. Als ich dann allerdings am Ali Drive in die Zielgrade einbog hatte ich die 9 Stunden Marke jedoch schon überschritten. Schlussendlich wurde es eine Endzeit von 9 Stunden und 41 Sekunden. Mit dieser Zeit stellte ich eine neue Vorarlberger Bestzeit auf, auch war ich bester Österreicher. In meiner Altersklasse wurde ich Vizeweltmeister.


Das Ergebnis von 4 Jahren konsequenter Trainingsarbeit: glückliche Finisher bei der IRONMAN-WM auf Hawaii

Im Ziel wartete ich dann auf meine Frau Sabine. Ich musste jedoch wie immer nicht lange warten, nach ca 10 Stunden und 30 Minuten überquerte auch sie die Ziellinie. Nach einer kurzen Pausen gingen wir dann noch zur Finish Linie Party um die letzten Teilnehmer zu empfangen. Die Atmosphäre und Stimmung war unbeschreiblich. Wir Beide waren glücklich über das erreichte Ziel, bei einem der schwersten Ironman´s erfolgreich gefinisht zu haben.

Am nächsten Abend bei der Siegerehrung durfte ich eine der heiß begehrten Trophäen, eine sogenannte “Emeke”, in Empfang nehmen, die nur die Top 5 jeder Altersgruppe erhalten. Wie auch schon 2009 war Hawaii eine Reise wert. Viele Topsportler, viel Emotionen, viel Energie und eine traumhafte Natur treffen hier am Pier von Kona aufeinander. Es lohnt sich einmal dabei zu sein, um diesen unbeschreiblichen Tag selbst zu erleben.


Heiß begehrt: “Emeke” heißt die Trophäe, die nur die Top 5 jeder Altersklasse in Empfang nehmen dürfen

Zuletzt möchte ich mich natürlich bei allen Unterstützern und Gönnern bedanken. Einen besonderen Dank gilt dem BMI Sportkader und natürlich der Unterstützung durch meine Frau. Ohne sie wäre eine so tolle Leistung nicht möglich gewesen.