Allgemeines

2x Bronze bei World Police & Fire Games in New York

Ein sechsköpfiges PSVV-Team flog Ende August nach New York, um bei den World Police & Fire Games um Ruhm und Ehre zu kämpfen!

Initiator Alexander „Hazy“ Andahazy und und sein jüngeres Pendant Daniel „Moho“ B. nahmen am Bewerb „Toughest Competitor Alive“ teil. Dabei handelte es sich um einen Achtkampf mit den Disziplinen: 5000m Geländelauf, Kugelstoßen, 100m Sprint, 100m Schwimmen, Seilklettern, Bankdrücken, Klimmzüge, Geländeparcours. Doch damit nicht genug, alle acht Disziplinen mussten an einem Tag absolviert werden!
 







Alex “Hazy” Andahazy und Daniel “Moho” B.: Our “Toughest Competitors Alive”

Michael Valersi, Christoph Schöpf, Tobias Frohnwieser und Jürgen Höfle komplettierten das PSVV-Team. Sie nahmen am Bewerb “PAP”Police Action Pistol – also am Parcoursschießen mit der Dienstpistole teil. Die Schützen waren es auch, die als erste ins Geschehen eingreifen durften.








Das PSVV-Schießteam (vl: Mike Valersi, Jürgen Höfle, Tobi Frohnwieser, Chris Schöpf)

Aufgrund des Hurricane “Irene” wurde die Schießveranstaltung von zwei auf einen Tag gekürzt. Somit hätten an einem Tag ca 180 Schützen aus aller Welt sieben Stages absolvieren sollen. Leider schafften es die Verantwortlichen nicht, die Organisation derart zu straffen, dass dies möglich gewesen wäre. Kurzum: Um 21:00 Uhr Ortszeit wurde das Schießen beendet, obwohl die meisten Schützen noch nicht alle Stages geschossen hatten.








Die Schützen in völkerübergreifender Mission – mit der “Repräsentantin” von Abu Dhabi

Ein vier Tage später veröffentlichtes Endergebnis brachte die Erkenntnis, dass nur zwei Stages von allen Teilnehmern absolviert wurden. Diese wurden für eine Endwertung herangenommen. Hier belegte Jürgen den 3. Rang. Eine Preisverteilung fand erst am 4. September, lange nach dem Rückflug unserer Helden, statt. Die Medaille wurde von unserem Luxemburger Schützenfreund Nico Crelo, der ja heuer an unseren Landesmeisterschaften teilgenommen hatte, in Verwahrung genommen und vergangenen Samstag beim Kristallschießen an Jürgen übergeben.








Völkerübergreifende Mission – die Zweite: diesmal mit zwei kanadischen “Mountys”

Weitere Platzierungen:
8. Christoph Schöpf
44. Michael Valersi
47. Tobias Frohnwieser.

Zwei Tage später war der erste der “TCAler” dran. Hazy, der sechs Wochen vor dem Wettkampf mit einer Achillessehnen-Verletzung kämpfte und in der Endphase seiner Vorbereitung noch einen kapitalen Fahrradsturz mit Handgelenk- und Knieverletzung überstand, zeigte einen guten 5000er (20:22 min). Beim Kugelstoßen gelang ihm gar eine persönliche Bestleistung mit 9,78 m. Im Sprint (13,52 sec) und im Schwimmen (1:17 min) blieb er etwas hinter seinen Erwartungen zurück, fand sich im Klassement aber unter den ersten 10.








Sichtlich “geschafft”, aber auch stolz: “TCAler” Alex Andahazy

Nach guten Leistungen im Seilklettern (6,28 sec) und Bankdrücken (100 kg) ging er voll motiviert zu seiner Lieblingsdisziplin, den Klimmzügen. Mit seinem Potential (~40 Klimmzüge) rechnete er sich noch Chancen auf eine Top-5-Platzierung aus. Doch es kam anders. Nach 26 gültigen (von 33 gemachten) Klimmzügen war für Hazy Endstation. Die verletzungsbedingte Trainingspause in der Endphase der Vorbereitungszeit zeigte jetzt doch Wirkung. Beim abschließenden Hindernisparcours gab er nochmal alles (1:24 min) und erreichte so den beachtlichen 8. Gesamtrang. Damit war er zweitbester Polizist weltweit. Die Plätze 1 bis 4 gingen an spanische Berufsfeuerwehrleute, bei denen man das Gefühl hatte, dass sie professionelle “Toughest Competitors” sind.








“Moho” bei der Starksequenz des Hindernisparcours, der letzten der 8 Disziplinen!

Noch besser lief es für Daniel. Nach einer tollen Zeit von 19:10 min für den 5000m-Geländelauf gewann er die folgenden drei Disziplinen (Kugelstoßen 11,10 m, Sprint 11,92 sec, Schwimmen 1:04 min), was die Halbzeitführung bedeutete! Moho’s starke Zeit von 6,72 sec beim Seilklettern wurde von seinen Verfolgern unterboten, wodurch er etwas Punkte einbüßte.








“Moho” beim Seilklettern und voll konzentriert vor dem Klimmzug-Bewerb

Nach dem Bankdrücken übernahm ein deutscher SEK-Beamter die Führung. Dieser drückte 140 kg (Daniel: 107,5). Die Vorentscheidung brachte dann die Klimmzug-Disziplin. Hier mussten ohne Zeitlimit so viele Klimmzüge wie möglich gemacht werden, jeweils durch ein Tonsignal ausgelöst. Moho schaffte “nur” 28 Klimmzüge, eine unglaubliche Leistung, wenn man bedenkt, was er an diesem Tag schon alles vollbracht hatte. Der führende SEK-Beamte schaffte 46 Klimmzüge und ein US-Feuerwehrmann sprang mit 49(!) Klimmzügen noch vom 8. auf den 2. Platz vor.

Moho war damit auf den 3. Zwischenrang zurückgefallen, dicht gefolgt vom Sieger des “Toughest Competitor Alive 2009”, einem spanischen Feuerwehrmann. Beim abschließenden Hindernisparcours versuchte er nochmal alles und schockte alle mit der absolut schnellsten Zeit. In 1:09,42 min überquerte er die Ziellinie. Schneller schaffte es vor und nach ihm keiner mehr, doch konnten die vor ihm gereihten mit guten Zeiten ihre Platzierungen halten. Der Lohn: Eine höchst verdiente Bronzemedaille.