Leichtathletik

Klocker finisht bei Hitzeschlacht unter dem Matterhorn

Am 10.07.2010 war Markus Klocker bei der 2. Station des Mountain-Marathon-Cup’s am Start: beim Zermatt-Marathon 2010. Eine heiße Angelegenheit!






Der Mountain-Marathon-Cup 2010 bedeutet 5573 Höhenmeter und 126,585 Kilometer – aufgeteilt in drei Läufe.

Bereits am 12. Juni 2010 stand mit dem LGT Alpin Marathon Liechtenstein der erste Bewerb auf dem Programm. Von Bendern (440m) ging es über Vaduz, Silum (1539m), Steg (1303m) und das Sassförkle (1771 m) nach Malbun (1599m).








 

Höhenprofil des LGT Alpin Marathons

Durch einen geschwollenen Fuß (nach Bienenstich am Vorabend) gehandicapt, finishte Markus Klocker (LPK, Logistikabteilung) im dichten Nebel nach 42,195 schweren Kilometern über 1870 Höhenmeter in 4:33:47 h und belegte Rang 179 von 534 Männern (44. AK).

Homepage LGT Alpin Marathon












 

Letzten Samstag (10.7.2010) stand nun der zweite Marathon auf dem Programm, der Zermatt-Marathon. Dieses Mal ging es von St. Niklaus (1085m) durch das Mattertal nach Zermatt (1608m) und über Sunegga (2280m) hinauf auf den Riffelberg (2585m). 42,195 Kilometer und 1944 Höhenmeter galt es dabei zu bewältigen. Eine enorme Herausforderung.








 

Höhenprofil des Zermatt-Marathons

Bereits um 9:00 Uhr stieg das Thermometer deutlich über 20° Grad. Schon vor dem Start wurde daher der Schatten gesucht, bis um 9:37 Uhr endlich der Startschuss fiel und rund 1600 LäuferInnen (inkl. Staffel) sich auf den Weg machten.








 

Die ersten (noch) flacheren Kilometer durch das Mattertal

Bis zur Halbmarathon-Distanz in Zermatt galt es rund 600 Höhenmeter zu bewältigen. Der Großteil davon musste auf anspruchsvollen Wanderwegen erkämpft werden. Mehrmals ging es hoch über die Galerien der Matterhorn-Gotthardbahn.








 

Bereits vor Zermatt warteten heftige Anstiege und anspruchsvolle Wege auf die LäuferInnen

Nach rund 20 Kilometern offenbarte sich zum ersten Mal der Blick auf das 4478 Meter hohe Matterhorn und der Nobel-Wintersportort Zermatt lag den Läufern zu Füßen. Von oben herab führte die Strecke in die autofreie Ortschaft, die auf einer Vier-Kilometer-Schleife durchlaufen wurde. Von Winter war jedoch nichts zu spüren. Auf über 1600 Metern Seehöhe hatte es um 11:30 Uhr bereits 26° Grad im Schatten.








 

Zermatt, am Ende des Mattertals | am rechten oberen Bildrand ist noch ein Teil das Matterhorns zu erkennen.

Die Ortspassage in Zermatt war ein weiteres Highlight. Die Stimmung war riesig, das malerische Zentrum bildete eine fast schon kitschige Kulisse, ein echtes “Runners High”, wenn da nur nicht die restlichen 18 KM mit knapp 1400 Höhenmetern warten würden…








 

Da lacht das Läuferherz, angesichts dieser Kulisse

Markus passierte die Halbmarathon-Marke (21,1 km) nach 1:55 Stunden und war noch guter Dinge. Auf den ersten steilen Anstiegen von Zermatt hinauf Richtung Sunnegga waren zum Glück für die Läufer noch einige schattige Passagen dabei. Das sollte sich bald ändern.








 

Ein Bergrestaurant auf ~1800m und ein kleines Dorf bei Kilometer 29 sorgten für Abwechslung

Die Hitze setzte den Läuferinnen und Läufern in der Folge mächtig zu. Es war kaum möglich, den enormen Flüssigkeitsbedarf zu decken. Außerdem sorgte der trockene und staubige Untergrund zusätzlich für trockene Kehlen. Um so wertvoller war die Ablenkung durch die traumhafte Landschaft, die natürlich vom imposanten Matterhorn geprägt wurde.








 

Sunnegga auf ~2280m ist erreicht – ein idyllischer Ort

Nach dem 2288 Meter hoch gelegenen Sunnegga ging es zunächst kurz bergab, bevor bei Kilometer 33 die nächste schwere Steigung folgte. Auf knapp einem Kilometer waren 200 Höhenmeter zu überwinden. Danach folgten fünf Kilometer, auf denen die Läufer noch einmal gut 200 Höhenmeter hinunter zur Riffelalpe (2220m) mussten. Kilometer 39 passierte Markus in 4:03 Stunden. 








 

Die letzten 3 Kilometer unterhalb des Matterhorns – eine brutale Angelegenheit

Die letzten drei Kilometer hatten es dann noch einmal kräftig in sich. Nicht weniger als 400 Höhenmeter warteten noch einmal auf die Teilnehmer. Für den Großteil der Läufer war spätestens ab hier Gehen angesagt.








 

Die letzten steilen Stücke für Markus, begleitet von seinem Sohn.

Auf dem Riffelberg wurden die Läufer von zahlreichen Zuschauern begeistert empfangen. Doch wer geglaubt hat, dass hier gleich das Ziel warten würde, wurde enttäuscht. Es gab auch auf dem Riffelberg noch eine kleine Extrarunde zum höchsten Punkt der Strecke auf 2609 Metern über Meer, bevor es dann noch kurz bergab ins lang ersehnte Ziel ging. In 4:39:00 Stunden wurde Markus 137. von 834 Männern und erreichte Platz 32 in seiner AK.








 

Zielspurt “unter” dem Matterhorn

Markus zu seinem Lauf: “Der aufgrund der vielen Höhenmeter so schon extreme Marathon, wurde durch die enorme Hitze und drückende Schwüle zusätzlich erschwert. Selbst im Ziel, auf über 2500m, war es noch so heiß, dass wir gerne den Schatten suchten. Am Ende hatte ich in den 4,5 Stunden laut Pulsuhr fast 4.800 Kalorien verbrannt. Es war bislang wohl mein härtester, aber auch einer meiner schönsten Wettkämpfe.”












 

Als krönender Abschluss des Mountain-Marathon-Cups wartet nun am 11. September 2010 der Jungfrau-Marathon von Interlaken (566m) hinauf auf die Kleine Scheidegg (2100m), das Ganze dann umrahmt vom bekannten Gebirgspanorama von Eiger, Mönch und Jungfrau. Und obwohl der Jungfrau-Marathon mit seinen 4000 Teilnehmern der populärste der drei Läufe ist, ist es derjenige mit den “wenigsten” Höhenmetern (1829 hm).





 






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