Leichtathletik

Rennsteig Supermarathon – ein Crosslauf über 72,7 KM!

Am 8. Mai 2010 startete Markus Klocker beim 38. Rennsteig Supermarathon in Thüringen (D), ”Europas längster Crosslauf” über 72,7 Kilometer und 1500 Höhenmeter.











Der Streckenverlauf quer durch den Thüringer Wald Der Eisenacher Markt am Vorabend vor dem Start

Der “GutsMuths Rennsteiglauf” ist (laut Homepage des Veranstalters) der “Größte Crosslauf Europas” und führt mitten durch den Naturpark Thüringer Wald. Über 15.000 Teilnehmer starten jährlich bei diesem Laufevent. Neben dem Halbmarathon (21,1 km), dem Marathon (43,5 km) und diversen Walkingbewerben ist DER Klassiker der Supermarathon über 72,7 km und 1500 Höhenmeter, einer von sechs zum Europacup der Ultramarathons zählenden Läufe.








Rund 2000 Läufer warten in der Morgendämmerung auf den Start um 6:00 Uhr       | KM 1 von 72,7

Unter den gut 2000 Ultras, die diesen Lauf in Angriff genommen haben, fieberte erstmals auch PSVV-Läufer Markus Klocker (LPK Logistik) dem Startschuss um 6:00 Uhr in Eisenach entgegen. Bei kühlen 4° Grad begaben sich die Läufer pünktlich auf ihren langen Weg.









Wurzelwege und Wiesen – eben ein Crosslauf

Das Prädikat “Europas größter Crosslauf” trägt der Rennsteiglauf nicht umsonst. Die Strecke verläuft zu über 90 Prozent auf Wald-, Wanderwegen und Wiesen und vor allem sie verläuft eigentlich nie flach. Gestartet wird auf 210m Seehöhe, das Ziel in Schmiedefeld liegt auf 711m Höhe. Gleich die ersten 25 Kilometer haben es in sich, denn bis zum Inselsberg (916m) müssen rund 900 Höhenmeter bewältigt werden.








Das Profil des Rennsteiglaufs hat es in sich! Gut 1500 Höhenmeter im Aufstieg und knappe 900HM im Abstieg.

Der höchste Punkt der Strecke folgt jedoch erst bei Kilometer 62, auf dem großen Beerberg, 971m über dem Meer. Dazwischen geht es ständig auf und ab. Erst die letzten acht Kilometer verlaufen dann – abgesehen von einer kurzen Gegensteigung – flach oder bergab.








Ausreichende Verpflegung – das Um und Auf für so eine lange Strecke

Ein Markenzeichen des Rennsteig Supermarathons ist die spezielle Verpflegung. Neben dem üblichen Angebot an Wasser, Tee, Cola, Energieriegel, Gels und Obst gibt es auch Deftiges wie Hauswürste, Schmalz-, Käse- und Salamibrote, Brühe, selbst Bier und natürlich den legendären Schleim, ein Gemisch aus Hafer, Milch und heißem Wasser.








Wunderbare Waldpassagen wechseln sich mit schweren Anstiegen – hier der letzte bei km 65 – ab.

Markus Klocker zum Rennverlauf: “Ich hatte mir vorgenommen, die Anstiege (möglichst) locker zu laufen und dazwischen Tempo zu machen. Das hat sich auch bewährt. Ich habe mich super gefühlt, hatte gute Beine und konnte bis zum Schluss Druck machen. Erst gegen Ende machte meine linke Wade zu und drohte beim abwärts Laufen zu krampfen. Da musste ich dann ein bisschen Tempo raus nehmen.”








KM 72 – man hört bereits die Stimmung vom Zielgelände – Gänsehaut!

In der hervorragenden Zeit von 6:35:04 Stunden hat Markus das Ziel in Schmiedefeld erreicht. Er legte die knapp 73 Kilometer über 1500 Höhenmeter in einem Schnitt von 5:25 min/km zurück! Unter 1840 Finishern belegte er damit den 90. Gesamtrang und Platz 28 in der AK M40. Den Slogan: “Das schönste Ziel der Welt, steht in Schmiedefeld!” kann Markus seither absolut bestätigen und er ist sich schon jetzt sicher, dass es nicht seine letzte Teilnahme am Rennsteiglauf war.








Markus beim Finish, wenige Meter vor dem Ziel







Ergebnis im Detail:





Homepage der Veranstaltung
Bericht vom 6h-Lauf in Nürnberg