Leichtathletik

Vom Neptun zur Sonne – Arlberg-Marathon 2009

Am 4. Juli 2009 standen gleich fünf PSVV-Mitglieder bei der 7. Ausgabe des Arlberg-Marathons vom Silbertal nach St. Anton (Tirol) oder eben “Vom Neptun zur Sonne” am Start.









Bei herrlichen äußerlichen Bedingungen konnten sich die Teilnehmer in Ruhe auf den Start vorbereiten.

Das Motto “Vom Neptun zur Sonne” war eine wirklich interessante Idee. Das Sonnensystem wurde im Maßstab 1:107 Millionen geschrumpft und so genau an die 42195 Meter angepasst, die der Marathon-Distanz entsprechen. Vom Neptun, vorbei an Uranus, Saturn, Jupiter, Mars, Erde, Venus und Merkur liefen die Teilnehmer direkt auf die maßstabsgetreu auf 13 Meter geschrumpfte Sonne im Ziel zu. Eine Tempo von 6:00min/km bedeutete in diesem Maßstab exakt Lichtgeschwindigkeit!








vlnr: Günter Meusburger, Markus Klocker, Erik Maier, Heinrich Ender

Günter Meusburger, Markus Klocker, Erik Maier, Heinrich Ender und Klaus Winder hielten für den PSV Vorarlberg die Fahne hoch und begaben sich gemeinsam mit rund 220 TeilnehmerInnen auf die 42,195 km lange und mit rund 1.400 Höhenmetern gespickte Strecke. Zum Einlaufen gab es zwei leicht abfallende Kilometer, dann ging es über die ersten fiesen Steigungen zurück zum Start und bei km 4 dann so richtig los! Quasi von der Raketenabschussrampe (Silbertal, 881m) wurden die Läufer von den zahlreichen Zuschauern hinaus in den Orbit katapultiert, auf eine abenteuerliche Reise.








Markus, Klaus, Günther, Erik und Heinrich bei der zweiten Start-Passage!

Bis km 6 war die erste längere Steigung zurückgelegt, bei km 8,5 wartete dann die erste schwere Steigung. Auf 2 km mussten knappe 300 Höhenmeter bewältigt werden! Danach war bis km 18 Zeit, sich ein bisschen zu erholen, bevor die letzten 4 schweren km Richtung Winterjöchle (1945m) begannen! Die Passage über das Winterjöchle ist schwierig und anspruchsvoll. Die Strecke führt durch eine weglose Berglandschaft, über Stock und Stein, durch Gebirgsbäche und Sumpfwiesen, am Langsee vorbei, bis schließlich wieder der befestigte Güterweg im Tiroler Verwalltal erreicht wird.








Die eine oder andere Wolke schob sich immer wieder vor die Sonne, ein Glück für die Läufer!

Bei herrlicher Aussicht ging es dann das Verwalltal bergab, eingerahmt in ein prächtiges Bergpanorama, links und rechts Alpenrosen so weit das Auge reichte, vorbei an einem tief blaugrünen Alpensee, ein Genuss. Doch nach rund 5 km wartete dann die erste heftige Gegensteigung, ein richtiger Rhythmus-Brecher. Spätestens ab dort, ca bei km 29, wurde der Lauf zu einer echten Herausforderung. Das Gelände wechselt jetzt ständig zwischen leicht bergauf, leicht bergab, den richtigen Laufrhythmus zu finden war fast unmöglich.








Markus bei km 35, Abklatschen mit seinen Fans (Patenkindern und Vater)

Ab km 36 folgten dann die letzten Bergaufpassagen. In mehreren Etappen stieg der nun schmale Wanderweg teils heftig an, dafür gab es einen herrlichen Blick von oben auf St. Anton und das Ziel! Und ab km 38 dann die Erlösung. Es geht endlich abwärts und dann flach ins Ziel. Bei km 40,8 schießen die Läufer dann mit Lichtgeschwindigkeit an der Erde vorbei. Die kurze Überlegung, in die Umlaufbahn unseres Heimatplaneten einzuschwenken wird schnell wieder verworfen und kurze Zeit später gibt der überflüssigerweise leicht ansteigende Zieleinlauf mitten in der Fußgängerzone von St. Anton endlich den Blick auf das Ziel frei.








Das lang ersehnte Ziel ist in Sicht!


Markus Klocker zum Zieleinlauf: “Die letzten Meter zogen sich noch einmal ordentlich in die Länge, doch dann hörte ich schon den Zielsprecher. Mit den Worten: “Gleich im Ziel, mit der Startnummer 77, in sehr dezentem Orange…” werde ich angekündigt und nach 3:51:44h hatte ich meine Platz an der Sonne erreicht! Ein irres Gefühl!”








Markus läuft als 25. der Gesamtwertung über die Ziellinie.

Die Ergebnisse der PSV-Starter:











































Nr. Name  AK   Zeit

 Ges/Männer/AK

77 Klocker Markus M-40 3:51:44

 25./23./9.

170 Winder Klaus M-40 4:08:39

 42./40./15.

101 Meusburger Günther M-40 4:25:59

 71./66./30.

208 Maier Erik M-30 4:58:58

 135./122./25.

124 Ender Heinrich M-40 5:00:32

 137./124./54.





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