Also wer nur Erfolgsmeldungen lesen will, der kann hier schon aufhören, denn leider gibt`s für mich nichts Erfolgreiches zu berichten…
Seit Oktober 2004 habe ich mich nun mit dem Ziel BODENSEE TRI-CHALLENGE über die Strecken 3,8km swim, 180km bike und 42km run vorbereitet.
Es sollte meine 9. erfolgreiche Teilnahme über einen Langdistanztriathlon werden.
Während dieser Vorbereitungszeit habe ich ca 8600km auf dem Rennrad gesessen, bin ca 320km geschwommen (mindestens 2x pro Woche 4km ) und habe 2 Paar Laufschuhe verschlissen. Dies alles nur um im mittleren Vorderfeld über einen Langdistanztriathlon zu liegen kein Gedanke an einen Sieg oder ähnliches. Trotzdem hat es diesmal einfach nicht sein wollen mit einem Finish.
Am Sonntagmorgen des 03. September hatte ich schon leichte Magenprobleme. Ehrlich gesagt, hatte ich die schon länger, aber man will solche Sachen einfach nicht wahrhaben und versucht sie zu verdrängen.
Nach dem Schwimmstart in Rorschach (CH) ging es eigentlich noch ganz gut. Zur Mitte der Schwimmstrecke kam allerdings quer zur Schwimmlinie ein starker Wellengang auf und ich musste mich mehrmals übergeben.
Trotzdem konnte ich die Schwimmstrecke nach 1h 15min (indiskutable Zeit für mich) beenden. Meine Begleiter die in der Wechselzone auf mich warteten, sagten mir später, dass ich nach dem Schwimmen schon “besch…” ausgesehen habe.
Nach dem Wechsel aufs Rad kam unmittelbar nach der Wechselzone auch schon die Anfahrt auf den Rorschacher Berg mit ca 15 % Steigung.
Auf der anschließenden Anfahrt in Richtung Möggers konnte ich gut essen und trinken, allerdings gelangte die Nahrung nur bis zum Magen und nicht weiter. Infolge bekam ich nach ca 90km auf der Anfahrt nach Weiler im Allgäu starke Krämpfe und hatte noch dazu nach über 3 Stunden Wettkampf überhaupt keine Kraft mehr zum treten in den Beinen.
So kam das Unausweichliche ich musste total zerstört und am Boden, zum 1. Mal in meiner Sportlaufbahn, aufgeben.
Für jemanden, für den bislang nur das Motto aufgegeben wird nur ein Brief bei der Post sonst nix gezählt hat, eine schmerzhafte Erfahrung, die ich immer noch nicht ganz verdaut habe.
Weiters wäre noch zu berichten, dass der Sieger dieses Wettkampfes diesen auch erst nach über 9 Stunden finishen konnte, ein eindeutiger Beweis für die schwere Streckenführung.
Als Trost und für mein seelisches Gleichgewicht werde ich jetzt versuchen, beim 3-Länder-Marathon in einer guten Zeit zu finishen, mal schauen wie’s wird – mit einer Niederlage im Hinterkopf…
Bertram
