Wie bereits in den Jahren zuvor begab sich am 30.08.2025 ein Teil des Police Dynamic Shooting-Teams (Frohnwieser, Wolf, Ganahl) auf die frühe Fahrt nach Stans zur Schießanlage Gnappiried in der Schweiz. Dort angekommen zeigte sich die Entwicklung der Schweizer Polizeieinheiten in Sachen Ausrüstung auf den ersten Blick: Weit mehr als die Hälfte der Teilnehmer war mit einem Rotpunkt auf der Kurzwaffe ausgestattet, was die Vermutung nahelegte, dass diese Beamten einen massiven Vorteil bei den Stages haben werden. Diese Vermutung bestätige sich im Laufe des Wettkampfes.
Jedenfalls startete der Wettkampf nach dem gewohnten Kaffee und Croissant und einer Begrüßung. Die verschiedenen Stages, sieben an der Zahl, hatten wieder einen großen Fokus auf einhändiges Schießen und dem Schießen aus verschiedensten knienden Positionen, was je nach Körpergröße mal für bessere oder auch mal für schlechtere Treffer sorgte. Auffällig waren die für einen Praktischen Pistolenwettbewerb eher großen Distanzen. Beinahe alle Schussdistanzen in den verschiedenen Parcours wurden auf zehn Meter oder mehr geschossen, was leider ein wenig die Dynamik aus dem Wettkampf nahm, da die Charlie- und Delta-Treffer auch wie gewohnt für Zeitstrafen sorgten. Somit waren die Schützen bemüht, die Treffer alle möglichst im Alpha zu halten, was sich je nach Distanz kombiniert mit Schießposition als Herausforderung darstellte. Hier zeigte sich der sehr große Vorteil eines Rotpunkts auf der Kurzwaffe beim Praktischen Pistolenschießen, aber somit auch im Echteinsatz bei der Polizei! Die Rotpunktschützen nahmen den Schützen mit der offenen Visierung pro Stage ein bis zwei Sekunden ab, was in einem Schießwettkampf eine Ewigkeit darstellen kann. Die Vorteile eines Rotpunkts liegen auf der Hand: Schnellere Zielerfassung und somit auch schnellere Schussabgaben auf das Ziel bei gleichen oder besseren Treffern.
Schlussendlich erreichte Frohnwieser in der Steel Sights-Rangliste den neunten Platz, Ganahl den 14. Platz und WOLF aufgrund einer schlechten Stage den 35. Platz.
Als Fazit kann gesagt werden, dass ein Schütze mit einem Rotpunkt auf seiner Kurzwaffe einen fast unbeschreiblichen Vorteil hat. Dieser Umstieg von der offenen Visierung auf den Rotpunkt ist in der Schweiz glücklicherweise schon stark vorangeschritten, um im Einsatzfall schnell und effizient einen Schuss abgeben zu können. Der einzige Nachteil dieser Tatsache liegt darin, dass es für die Beamten des Shooting-Teams Vorarlberg mit jedem Jahr merklich schwieriger sein wird, mit den vorderen Rängen mitzuhalten. Aber wer weiß, was die Zukunft in Sachen Ausrüstung in Österreich bringt.
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Sektion Schießen
Tobias Wolf
